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11.12.2018
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Weltbekannte Ideen kroatischer Erfinder

Der Zeppelin (foto: Wikimedia)

Der Zeppelin (foto: Wikimedia)

Die Wolfram-Glühlampe, der Zeppelin, der Fingerabdruck...

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Autor: Kroatien News Magazine

Viele Dinge die wir alltäglich nutzen, und auch einige nicht so alltägliche, wurden von kroatischen Erfindern entwickelt.

Der Fallschirm

Die Idee für den Fallschirm hatte schon Leonardo da Vinci, doch Faust Vrančić war der erste der einen gebaut hat und auch einen Testsprung gewagt hat. Faust Vrančić war ein Erfinder, Philosoph und Lexikograf aus Šibenik und er hat 1617 den ersten Fallschirm aus einem Holzrahmen und Stoff gebaut. Seine Erfindung, wie auch 56 andere, hat er in dem Buch Michnae Novae (Neue Maschinen) detailliert beschrieben. Neben der Beschreibung des Fallschirms ist auch ein Bild von dem Homo volans (fliegender Mensch) abgebildet, welches zeigt wie diese Erfindung aussehen sollte. Er Teste seine Erfindung selbst und sprang mit seinem Fallschirm von einem Glockenturm in Venedig.
In seiner Geburtsstadt Šibenik wurde ein Museum errichtet in dem man die Entwicklung des Fallschirms und andere Erfindungen Vrančićs ansehen kann.

Der Torpedo

Den ersten Prototypen des Torpedos entwickelte 1861 der Marineoffizier und Erfinder Ivan Blaž Lupis. Eine Fabrik in Rijeka hat die Idee dann weiterentwickelt und hat als erste mit der Massenproduktion begonnen. Ab dem Jahre 1880 gehörte der Torpedo zur Grundbewaffnung aller entwickelten Kriegsmarinen. Heutzutage werden die Prinzipien dieser Erfindung auch für friedlichere Zwecke verwendet.
Wer die Stadt Rijeka besucht, kann im Schifffahrtsmuseum mehr über den Torpedo erfahren.

Der Fingerabdruck

Auf die Idee Verbrecher durch Fingerabdrücke zu überführen kam Ivan Vučetić. Er wurde auf der Insel Hvar geboren und zog 1884 nach Argenitnien und bekam dort eine Stelle bei der Polizei. Sein Aufgabe war es, Verbrecher durch Anthropometrie, bzw. das Vermessen von Körperteilen, zu überführen. Ihm wurde schnell klar, dass diese Methode nicht eindeutig ist. Er fing dann an eine große Anzahl von Fingerabdrücken miteinander zu vergleichen und stellte fest, dass jeder einzigartig ist. Seine Methode wollte er erst Iknofalangometrie nennen, entschied sich dann später aber doch für Daktylogramm. Im Jahre 1891 wurde die Methode von einem Gericht in Buenos Aires anerkannt und ein Erkennungsdienst wurde gegründet. Bestätigt wurde seine Idee 1892, als durch Fingerabdrücke ein Doppelmord gelöst wurde.

Der Zeppelin

Der Luftfahrtpionier David Schwarz hat 1897 das erste lenkbare Luftschiff mit Metallkonstruktion gebaut. Beim ersten Flug in Berlin Tempelhof erreichte das Luftschiff eine höhe von 446 m. Diesen Erfolg erlebte Schwarz allerdings nicht mehr, da er wenige Monate vor dem Testflug verstarb.
Ferdinand von Zeppelin kaufte die Baupläne von Schwarzes Witwe und entwickelte die Idee weiter. Das ist auch der Grund warum diese Erfindung unter dem Namen Zeppelin bekannt wurde und nicht unter Schwarzoplan wie es Schwarz ursprünglich geplant hatte.

Die Wolfram-Glühlampe

Der kroatische Chemiker und Metallurg Franjo Hanaman hat zusammen mit Aleksander Just die Herstellung von Glühfäden aus Wolfram entwickelt und dadurch haben sie die Wolfram-Glühlampe erfunden. Patentiert haben sie die Idee 1903.

Der Kugelschreiber

Der Erfinder Slavoljub Penkala hat in seinem Leben über 80 Patente angemeldet und viele seiner Erfindungen benutzen wir noch heute. Er wurde in der heutigen Slowakei geboren, zog aber 1900 nach Zagreb und fühlte sich dort so zu Hause, dass er seinen Namen von Edward zu Slavoljub, was Slawenbegeisterter heißt umänderte. Am bekanntesten ist er für die Erfindung des Druckbleistiftes 1906 und die des Füllfederhalters mit fester Tinte 1907. Dieser Füllfederhalter war der Vorgänger des Kugelschreibers. Zusammen mit Edmund Moster baut er 1911 die Penkala-Moster-Fabrik und von dort aus werden diese zwei neuen Stifte bald in 70 Länder der Welt exportiert. Die Fabrik besteht bis heute unter dem Namen TOZ Penkala in Zagreb.
Einige seiner anderen Erfindungen sind: die Wärmflasche, die Thermosflasche, die mechanische Zahnbürste, Wagonbremsen, die Anodenbatterie und ein Waschmittel.

Azithromycin

Ein Team der kroatischen Pharmafirma Pliva entdeckte 1980 und patentierte 1981 die organisch chemische Verbindung Azithromycin. Das ist ein Antibiotikum mit einer breiten Wirkung und es ist heute eines der am meisten verschriebenen. In Kroatien wird dieses Medikament unter dem Namen Summand verkauft. Der Name setzt sich aus den lateinischen Wörtern suma sumarum medicinae zusammen und es bekam diesen Namen weil es eine ganz neue Art Antibiotika war.

Die Krawatte

Die Krawatte ist eine der bekanntesten kroatischen Erfindungen.
Die Geschichte der Krawatte beginnt, als kroatische Soldaten anfingen in der französischen Armee zu dienen. Sie trugen Tücher als Erkennungszeichen um den Hals. Das gefiel den Modebewussten Franzosen und besonders König Louis dem XIV. Danach fingen auch bald andere Nationen an Krawatten zu tragen. Erst waren sie nur weiß, doch in London startete die Mode der bunten Krawatten und auch der verschiedenen Knoten.
Natürlich haben die Menschen auch schon vor den kroatischen Soldaten Tücher getragen, doch das war der Anfang der Krawatte wie wir sie heute kennen.
Der Name stammt von dem französischen Wort cravate was Kroate bedeutet.
Am 18. Oktober feiert man in Kroatien den Tag der Krawatte.

Der Wechselstrom

Den Wechselstrom wie wir in heute in unseren Haushalten benutzen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Nikola Tesla erfunden. Diese Erfindung hatte einen großen Einfluss auf die Menschheit, führte aber zu einem heftigen Streit zwischen Tesla und Edison, da beide jeweils ihr eigenes Stromsystem für das sicherste hielten.

Maglite

Der kroatische Mechaniker und in seiner Freizeit auch Erfinder Ante Maglica hat 1979 die Maglite in seiner Garage erfunden. Das ist eine Stab-Taschenlampe aus sehr starkem Aluminium. Sie ist sehr Robust und hat einen sehr hellen Lichtstrahl. Die Taschenlampe gibt es in vielen verschiedenen Größen, Farben und heutzutage auch mit verschiedenen Leuchtmitteln. Die Maglite wird am häufigsten von der Polizei verwendet, in einigen Fällen aber auch von der Feuerwehr und anderen Rettungskräften.

Der MP3-Player

Hierbei handelt es sich nicht um den Nachfolger vom Walkman, sondern um die Software mit der man das MP3-Format auf dem Computer abspielen kann.
Das MP3-Format wurde 1987 in Deutschland entwickelt, angewendet wurde es aber erst ab 1995, da die Technik bis dahin noch nicht den Anforderungen entsprach. Tomislav Uzelac, damals ein Student an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik Zagreb (FER) , hat 1997 den AMP-Player programmiert. Zwei Studenten aus Amerika haben zu diesem Programm die Windows Benutzeroberfläche hinzugefügt und so entstand dann der Winamp-Player.

SMS-Parken

Ein kroatisches Experten-Team der Firma Vipnet hat im Jahre 2001, nur wenige Monate nach dem das GPRS vorgestellt wurde, das System fürs SMS-Parken entwickelt. Ihre Idee wurde schnell von vielen Partnern in der ganzen Welt übernommen. Später wurde ihr System auch so umgeändert, dass man übers Handy Bus- und Straßenbahnkarten in Zagreb kaufen kann.

Vegeta

Die heute weltbekannte Gewürzmischung Vegeta der Firma Podravka wurde 1958 von einem Team unter der Leitung von Prof. Zlata Bartl entwickelt. Das erste Produkt hatte den Namen Vegeta 40. Acht Jahre nachdem die Gewürzmischung auf den Markt kam, wurde sie auch nach Russland und Ungarn exportiert. Heute wird Vegeta in über 40 Ländern auf fünf Kontinenten verkauft.

28.03.2015.

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